Das Pharmaverzeichnis in Österreich

Pharmabranche - Karriere & Jobs

Pharmabranche - Karriere & Jobs
Die sog. „Pharmabranche“ ist in der Bundesrepublik ein wichtiger Arbeitgeber. Einige der größten deutschen Unternehmen sind dem Pharmamarkt zuzuordnen. Die Branche bietet weit mehr als 110.000 Arbeitnehmern eine Beschäftigung. Karriereperspektiven eröffnen sich in den unterschiedlichsten Feldern der Pharmaindustrie und in den assoziierten Unternehmen.

Welche Jobs existieren im Bereich „Pharma“?




Die Pharmaindustrie bietet Jobs in allen Qualifikationsniveaus an. Ungelernte Helfer können genauso eine Beschäftigung finden wie hochqualifizierte Akademiker. Die Entwicklung, die Produktion und der Verkauf von Arzneimitteln haben zahlreiche Berufsbilder geschaffen und im Laufe der Jahrzehnte verändert. Auch die zunehmende Technologisierung und Digitalisierung in der Pharmabranche trägt zur Veränderung der Berufsbilder bei. In Pharmaunternehmen nach wie vor am häufigsten anzutreffen sind Pharmazeuten, welche ein wissenschaftliches Studium der Pharmazie abgeschlossen haben.

Pharmazeuten und Apotheker

Sowohl in der Entwicklung, als auch in der Produktion und beim Verkauf von Arzneimitteln werden Pharmazeuten bzw. Apotheker benötigt. Diese haben ein achtsemestriges Studium der Pharmazie abgeschlossen. Um die Approbation als Apotheker zu erlangen, muss im Anschluss ein einjähriges Praktikum absolviert werden. Approbierten Apothekern obliegt die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln. Das Führen einer Apotheke ist ausschließlich Apothekern gestattet. Darüber hinaus finden sie vor allem in der Forschung und Entwicklung sowie in der Produktion Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten.

Gehalt und Karriere: Viele Apotheken suchen nach Apothekern. Unter diesen herrscht beinahe eine Vollbeschäftigung. Auch die Übernahme einer Apotheke ist – finanzielle Mittel vorausgesetzt – in der Regel problemlos möglich. Apotheker verdienen in der öffentlichen Apotheke zwischen 40.000 und 49.000 Euro brutto im Jahr. In der Industrie können weitaus höhere Gehälter erzielt werden. Berufliche Aufstiegsmöglichkeiten existieren vor allem in der Industrie. Dort können recht schnell Jobs mit hoher Verantwortung übernommen werden.

Chemiker

Mehr als ein Drittel aller Chemiker arbeiten in der Pharmaindustrie. Im Vergleich mit den Apothekern sind ihre Berufsmöglichkeiten in dieser Branche jedoch begrenzt – eine Anstellung in einer Apotheke ist für einen Chemiker nicht möglich. Chancen ergeben sich somit vor allem bei forschenden und produzierenden Unternehmen. Diese Unternehmen setzen in der Regel den Masterabschluss und eine Promotion voraus.

Gehalt und Karriere: Mit einer Promotion verfügen Chemiker über gute Beschäftigungs- und Aufstiegsmöglichkeiten in der Pharmaindustrie. Das Einstiegsgehalt liegt durchschnittlich bei etwas mehr als 60.000 Euro brutto im Jahr.

Pharmazeutisch-technische Assistenten

Pharmazeutisch-technische Assistenten absolvieren eine zweijährige schulische Ausbildung. Anschließend müssen sie ein sechsmonatiges Praktikum in einer Apotheke absolvieren. Es besteht die Möglichkeit, einige Monate des Praktikums in einem größeren Pharmaunternehmen abzuleisten. Während der Ausbildung erwerben PTA medizinische und pharmazeutische Grundkenntnisse. Darüber hinaus lernen sie, Arzneimittel herzustellen. Im späteren Berufsalltag finden PTA vor allem in Apotheken eine Anstellung. Dort stellen sie Arzneimittel her und beraten Patienten bei Gesundheitsfragen. Auch die Ausgabe von Arzneimitteln fällt in ihren Aufgabenbereich.

Karrieremöglichkeiten in der Industrie ergeben sich vor allem in der Produktion von Arzneimitteln. Da PTA nur unter der Aufsicht eines Apothekers arbeiten dürfen, bestehen jedoch kaum Aufstiegsmöglichkeiten. Weiterhin werden PTA häufig als Sachbearbeiter im Pharmabereich eingesetzt.

Gehalt und Karriere: Der überwiegende Teil der ausgebildeten PTA arbeitet jedoch in der Apotheke. Es ist problemlos möglich, dort eine Anstellung zu finden. In der Industrie werden PTA deutlich seltener gesucht. Aufstiegsmöglichkeiten sind kaum vorhanden. Das Gehalt liegt zwischen 24.000 und 31.000 Euro brutto pro Jahr.

Pharmakant

Pharmakanten absolvieren eine dreieinhalbjährige Berufsausbildung. Sie sind auf die industrielle Herstellung von Arzneimitteln spezialisiert und werden vor allem im Bereich der Chemie ausgebildet. Während pharmazeutisch-technische Assistenten Arzneimittel individuell für Patienten herstellen, fertigen Pharmakanten diese Mittel im industriellen Maßstab an. Die von Pharmakanten hergestellten Fertigarzneimittel gelangen über den Pharmagroßhandel und die Apotheken letztendlich zu den Patienten.

Pharmakanten arbeiten mit komplexen technischen Geräten. Ihr Aufgabengebiet beschränkt sich auf die Herstellung von Fertigarzneimitteln, das Instandhalten und Warten der Maschinen, sowie die Reinigung, das Trennen und das Lagern von Arbeitsstoffen.

Gehalt und Aussichten: Pharmakanten werden in der Pharmaindustrie ständig gesucht. Das Gehalt beträgt 20.000 bis 46.000 Euro brutto im Jahr.

Pharmareferent / Pharmaberater

Pharmaberater müssen ein Studium der Medizin, der Veterinärmedizin, der Pharmazie, Biologie oder Chemie absolviert haben. Alternativ müssen sie über einen mittleren Bildungsabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung als medizinisch-technischer Assistent, pharmazeutisch-technischer Assistent oder chemisch-technischer Assistent verfügen. Personen, die nicht über eine derartige Qualifikation verfügen, dürfen nach einer mindestens 1000 Stunden umfassenden Ausbildung und einer bestandenen Prüfung die Bezeichnung „geprüfter Pharmareferent“ führen und der gleichen Tätigkeit nachgehen.

Pharmaberater und geprüfte Pharmareferenten arbeiten im Außendienst pharmazeutischer Unternehmen. Sie besuchen Ärzte und Angehörige anderer Heilberufe und stellen diesen die Medikamente des eigenen Unternehmens vor. Hierbei wird von ihnen erwartet, die Wirkmechanismen des beworbenen Produkts verstehen und anschaulich erklären zu können. Darüber hinaus wird von Angehörigen dieser Berufsgruppe gefordert, Meldungen über Nebenwirkungen und aufgetretene Probleme von den von ihnen betreuten Ärzten entgegenzunehmen und schriftlich zu dokumentieren.

Gehalt und Aussichten: Pharmaberater und -referenten werden immer häufiger als freie Mitarbeiter eingestellt. Das Gehalt ist häufig provisionsbasiert.
2017-09-05 15:45

Pharma-Branche vor großen digitalen Herausforderungen

Pharmabranche  & Digitalisierung
Die Digitalisierung macht auch vor der Pharmabranche nicht halt, sondern wird in den nächsten Jahren kontinuierlich voranschreiten. Experten erwarten in der Pharmaindustrie weltweit steigende Umsätze, von denen sich gut 15 % auf Europa verteilen werden. Die Digitalisierung im Pharma Bereich muss gut gerüstet sein, um mit diesen Umsatzsteigerungen auch mithalten zu können. In der gewerblichen Wirtschaft sind bisher etwa 0,2 % der Unternehmen in Pharma und Chemie tätig, was die Digitalisierung anbelangt, so kann die Branche jedoch nur das Mittelfeld für sich beanspruchen. Denn von elf untersuchten Branchen landete die Pharmabranche nur auf Platz sieben und gilt damit als in etwa mittelgradig digitalisiert. Hier besteht also noch viel Zukunftspotenzial und es sind längst noch nicht alle Möglichkeiten ausgelotet, um der Pharmaindustrie zu einem besseren Digitalisierungsgrad zu verhelfen.


Auch ist davon auszugehen, dass die Investitionsbereitschaft in Digitalisierungsprojekte in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird. Stark vertreten sind bisher digitale Infrastrukturen und Computer, denn im gesamten Bereich der pharmazeutisch- chemischen Industrie gehört das Arbeiten mit dem PC zum festen Arbeitsalltag der Beschäftigten in allen Hierarchiebereichen. Sowohl digitale stationäre Geräte als auch digitale Infrastrukturen zur Vernetzung werden von beinahe allen Beschäftigten in der Pharmaindustrie verwendet. Im Vergleich mit dem verarbeitenden Gewerbe steht damit die Pharmabranche sogar etwas überdurchschnittlich dar. Digitale Dienste sowie digitale Devices sind jedoch noch nicht so weit verbreitet, hier besteht zum Teil noch ein erheblicher Nachholbedarf. Zukünftige Strukturen und Arbeitsabläufe werden ohne einen erhöhten Digitalisierungsgrad kaum mehr zu managen sein. Mit dem bisher erreichten Stand digitaler Prozesse ist jedoch ein Großteil der Pharma-Unternehmen auch heute schon durchaus zufrieden.
Doch mehr als zwei Drittel sind auch davon überzeugt, dass in dieser Richtung in Zukunft noch viel mehr getan werden muss, um den Anschluss an die Zukunft nicht zu verpassen. Auch Weiterbildung zu Digitalthemen wird einen großen Stellenwert bekommen, auch vor dem Hintergrund, dass sich der Anteil neu eingestellter Mitarbeiter mit digitalen Fachkenntnissen in den nächsten Jahren wohl mehr als verdoppeln dürfte. Big Data Anwendungen, Robotik und Sensorik gehören mit zum Kerngeschäft in der Pharmabranche, mehr als ein Viertel der Pharma-Unternehmen setzt bereits heute darauf und weitere planen die zukünftige Nutzung. Durch den hohen Investitionsbedarf fühlen sich zwar viele Vorstände der Pharma-Unternehmen noch abgeschreckt, will man die Entwicklung aber nicht verpassen, müssen zwangsläufig Investitionen in digitale Infrastrukturen getätigt werden. Schließlich geht es um die interne Zusammenarbeit, die Effizienz von internen Prozessen aber auch um die Zusammenarbeit mit den externen Partnern der Unternehmen.
2017-08-27 18:08

Die Pharmabranche in Österreich

Stetig steigende Kosten für Forschung und Entwicklung sowie billige Generika machen den Pharmaunternehmen das Leben schwer. Dabei sind Österreichs Pharmaunternehmen erstaunlich erfolgreich. Denn die Erträge steigen.
Lang andauernde und besonders kostenintensive Forschungen auf den Gebieten Arzneimittel und Healthcare prägen das Geschehen in der pharmazeutischen Industrie. Das birgt die Gefahr des Scheiterns ebenso wie Aussichten auf schöne Gewinne. Hohe Erträge fallen allerdings nicht vom Himmel – Österreichs Branchenkenner verweisen auf besonders hohe Investitionen und hohe Risiken für die Pharma Betriebe der Alpenrepublik: So beträgt hier die durchschnittliche Quote für Forschung und Entwicklung satte 8,2 Prozent des Umsatzes. Zum Vergleich: Der gesamteuropäische Durchschnitt in der Industrie liegt bei etwas über drei Prozent.
Auch in den Beschäftigungszahlen spiegelt sich der Trend nach mehr Innovationen deutlich wider: In Österreichs Pharma- und Biotechindustrie arbeiten derzeit etwa 25 000 Menschen. Auch dabei bewegt sich der Trend aufwärts. Statistik Austria berichtet von einem bisherigen Anstieg um fast 16 Prozent. Dabei handelt es sich oft um hoch qualifizierte Arbeitsplätze. Allein in Wien sind etwa 400 Med-Tech- und Biotech-Unternehmen mit 20 000 Mitarbeitern angesiedelt. In ganz Österreich werden alljährlich Medikamente im Wert von rund 2,7 Milliarden Euro produziert. Das Umsatzplus liegt bei etwa 6 Prozent. Neben den Produktionszahlen weisen auch die Import- und Exportzahlen nach oben, die Ausfuhren liegen dabei 12 Prozent über den Importen.
Als Nettoexporteur spürt Österreichs Pharma Industrie globale Trends ganz direkt: Eine milliardenschwere Fusionswelle geht einher mit massiven geopolitischen Verwerfungen.

Das Ende der Patente

Denn auch Umsatzverlusten sind zu verzeichnen. Sinkenden Erträgen im Russland- und Afrikageschäft stehen Erfolge auf stabilen europäischen, japanischen und amerikanischen Märkten gegenüber. Doch auch die werden stetig dynamischer, hat doch die Fusionswelle bisher ungeahnte Höhepunkte erreicht. Der Wert diverser Transaktionen liegt bei fast 200 Milliarden Euro – allein der US-Pharmariese Actavis ließ sich die Übernahme von Allergan 66,4 Milliarden USD oder von Forest Laboratories 23,6 Milliarden USD kosten. Die Gründe liegen neben immensen Forschungskosten in den auslaufenden Patenten gewinnträchtiger Medikamente – und die Kriegskassen der internationalen Pharmariesen sind proppenvoll. So werden die für Übernahmen vorgesehenen Mittel mit beeindruckenden 1,26 Billionen USD beziffert.

Kein Klagelied

Dennoch sind Klagelieder nicht vernehmbar. Allerdings sorgten diverse Skandale für Aufsehen in Österreich. Beispielsweise wurde eine brisante Studie publik, wonach die Höhe österreichischer Arzneimittelpreise im gesamteuropäischen Vergleich an dritter Stelle rangiert.
Abseits des „Big Pharma“ konzentrieren sich gerade renommierte österreichische Firmen auf ihre ureigenste Aufgabe – nämlich neue Medikamente und Hilfen gegen Krankheiten und für Healthcare zu finden.

Quellen:

www.wko.at

www.statistik.at

2017-01-23 23:57

Der Beitrag der Pharmabranche zur menschlichen Gesundheit

Was ist unter Pharmabranche bzw. Pharmaindustrie zu verstehen?


Zur "Pharmaindustrie" zählen die Unternehmen, die Arzneimittel herstellen und verkaufen. Ein großer Teil dieser Unternehmen aus dem Bereich Pharma betreibt zudem eine Forschungsabteilung, deren Aufgabe die Entwicklung und Erforschung neuer Wirkstoffe und Medikamente ist. Andere Firmen hingegen vertreiben lediglich Nachahmerprodukte, welche auch als Generika bezeichnet werden. Neben der öffentlichen Forschung durch Universitäten und unabhängige Institute wird ein Großteil der pharmazeutischen Forschung durch die Pharmaunternehmen durchgeführt. Nicht selten ist vom schlechten Ruf der Branche zu hören. Doch letztendlich tragen die Pharmaunternehmen entscheidend zur Gesundheit der Bevölkerung bei. 

Welchen Beitrag leistet die Pharmabranche zur Gesundheit des Menschen?

Letztendlich ist der überwiegende Teil der in der Apotheke erhältlichen Arzneimittel durch so genannte pharmazeutische Unternehmen produziert worden. Lediglich ein Bruchteil der Medikamente wird durch die Apotheken selbst hergestellt. Die Aufgabe der Apotheke ist es, die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung rund um die Uhr zu gewährleisten. Diese Aufgabe könnte ohne die Unternehmen der Pharmaindustrie nicht gewährleistet werden. Jeden Tag und jede Nacht werden unzählige Fertigarzneimittel durch Firmen aus dem Pharmabereich hergestellt und ausgeliefert. Nur durch diese immense Leistung ist es möglich, jedes vom Arzt verordnete Arzneimittel möglichst direkt in der Apotheke zu erhalten. Würden die Pharmaunternehmen ihre Arbeit für einen einzigen Tag einstellen, wären die Auswirkungen für die Patienten deutlich zu spüren. 

Forschung im Bereich Pharma

Weiterhin erfolgt ein großer Teil der pharmazeutischen Forschung durch die Pharmaindustrie. Nur durch diese Forschung ist die Entwicklung neuer Arzneimittel möglich. Dieser Forschung und Entwicklung entsprangen bereits zahlreiche Medikamente, die heute unverzichtbar sind. So ist es also denkbar, dass durch derartige Forschung in naher oder ferner Zukunft auch Mittel gegen heute als unheilbar geltende Krankheiten entwickelt werden. 

Fazit

Trotz des allgemein eher negativen Bildes der Pharmaindustrie bzw. -branche ist diese in der Versorgung mit Arzneimitteln und in der Forschung nicht wegzudenken und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit aller Menschen.

2016-11-05 18:37

Es sind 213 Pharmaunternehmen online.